Das Eigenheim steckt voller Wert, doch auf dem Konto bleibt im Ruhestand oft wenig Spielraum. Eine Immobilienverrentung kann helfen, gebundenes Vermögen in regelmäßige Einnahmen umzuwandeln, ohne sofort ausziehen zu müssen. Besonders für ältere Eigentümer klingt das attraktiv. Allerdings unterscheiden sich die Modelle erheblich. Wer sein Haus auf Leibrente verkauft, sollte deshalb nicht nur die monatliche Zahlung, sondern auch Wohnrechte, Vertragsbedingungen und mögliche Risiken genau betrachten.
Immobilienverrentung: Ein alternatives Verkaufsmodell
Bei der Verrentung von Immobilien wird das Eigentum an einem Haus oder einer Wohnung an einen Käufer übertragen. Anstatt den gesamten Kaufbetrag auf einmal zu erhalten, bekommt der Verkäufer regelmäßige Rentenzahlungen, die oft durch eine Einmalzahlung ergänzt werden. Gleichzeitig kann ein lebenslanges Wohnrecht oder ein Nießbrauch vereinbart werden, sodass der Verkäufer in seiner gewohnten Umgebung bleiben kann, obwohl die Immobilie den Besitzer wechselt.
„Die Leibrente bietet Zahlungen bis zum Lebensende der berechtigten Person“, erklärt Thomas Franck von Thomas Franck Immobilien in Schwerin und dem Schweriner Umland. „Im Gegensatz dazu endet eine Zeitrente nach einem vorher festgelegten Zeitraum.“ Die Höhe der Rente wird von mehreren Faktoren beeinflusst, darunter der Wert der Immobilie, das Alter des Verkäufers, das vereinbarte Nutzungsrecht und die Vertragsdetails. Bei der Leibrente lässt sich die Gesamtsumme im Voraus nicht genau bestimmen.
Für wen ist die Immobilienverrentung interessant?
Dieses Modell ist besonders für ältere Menschen attraktiv, die ihre Einkünfte aufbessern möchten, ohne umzuziehen. „Zusätzliche Einnahmen können den Alltag erleichtern, Pflegekosten decken oder lang gehegte Wünsche erfüllen“, so Franck. Auch Personen ohne Erben oder jene, die ihre Immobilie nicht unbedingt weitervererben möchten, könnten von einer Verrentung profitieren.
Es gibt jedoch auch Nachteile: Das Eigentum wird übertragen und steht somit nicht mehr als Erbe zur Verfügung. Zudem kann die vereinbarte Rente niedriger ausfallen als erwartet. „Wer später umziehen muss, sollte die Auswirkungen auf das Wohnrecht und die Rentenzahlungen kennen“, rät Franck. Ein Vergleich mit anderen Verkaufsoptionen ist daher sinnvoll.
Rechtliche Absicherung: Worauf beim Vertrag zu achten ist
Eine sorgfältige notarielle Vertragsgestaltung ist entscheidend. Wohnrecht oder Nießbrauch sowie die Rentenansprüche sollten umfassend im Grundbuch gesichert werden. „Ein Nießbrauch erlaubt in der Regel auch eine Vermietung, falls ein Auszug notwendig wird“, erklärt Franck. Wichtig sind zudem klare Regelungen zu Instandhaltung, laufenden Kosten, möglichen Anpassungen der Rentenzahlungen und der Situation, wenn der Käufer nicht mehr zahlen kann.
Eine unabhängige Bewertung sowie rechtliche und steuerliche Beratung sind unerlässlich, um Chancen und Risiken realistisch einzuschätzen. „Nur wenn die persönlichen Ziele mit den finanziellen Auswirkungen übereinstimmen, wird die Immobilienverrentung zu einer soliden Entscheidung“, betont Franck.
Sie möchten mehr finanziellen Spielraum gewinnen und trotzdem in Ihrem Zuhause in Schwerin oder dem Schweriner Umland bleiben? Wir erläutern Ihnen die Möglichkeiten der Verrentung und prüfen gemeinsam Alternativen wie Teilverkauf oder Verkauf mit Wohnrecht. Sprechen Sie uns an.
Hinweise
In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.
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