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Kommt die Zinswende 2019?

Kommt die Zinswende 2019?

28. Dezember 2018
52KW iStock

Seit 2016 sind die Zinsen so niedrig wie noch nie. Kann das noch lange so weiter gehen? Gibt es vielleicht eine Immobilienblase, die bald platzt? Viele glauben, das Zinstief müsste bald ein Ende haben. Doch welche Anzeichen sprechen dafür? Und wie wird sich das auf den Immobilienmarkt auswirken? Wir haben die wichtigsten Veränderungen am europäischen Finanzmarkt beobachtet und verständlich für Sie zusammengefasst.

Die Europäische Zentralbank (EZB) stellt ihr Kaufprogramm für Staatsanleihen ein

2015 startete die EZB ein umstrittenes Programm zum Ankauf von Staatsanleihen. Damit sollte die europäische Wirtschaft angekurbelt werden und verschuldeten Staaten aus der Krise geholfen werden. Ab Januar 2019 läuft dieses Programm nun aus. Es werden keine neuen Anleihen mehr gekauft, nur bereits bestehende erneuert. Der Anleihenkauf und das Zinstief beeinflussen sich nicht direkt. Allerdings ist das Programm gewissermaßen eine Zusatzmaßnahme zum geringen Leitzins. So konnte man sich sicher sein: Solange die EZB Staatsanleihen kauft, bleibt auch der Leitzins niedrig. Mit Ende des Programms ist die Entwicklung nun offen.

Die Inflationsrate steigt

Ein Ziel der Zinspolitik der EZB bestand darin, die Inflationsrate auf knapp unter 2 Prozent zu erhöhen. Zwar klingt eine höhere Inflation zunächst schlecht. EZB-Präsident Mario Draghi warnt aber viel eher vor einer Deflation, also sinkenden Preisen. Die könnte dazu führen, dass Menschen ihre Käufe hinausschieben, in der Hoffnung später weniger zahlen zu müssen. Für die Wirtschaft wäre das fatal. Zu Beginn der Niedrigzinspolitik 2016 lag die Inflationsrate in Deutschland bei sehr geringen 0,5 Prozent. 2017 erhöhte sie sich um 1,8 Prozent und aktuell liegt sie bei 1,9 Prozent. Damit ist das Ziel der EZB vorläufig erreicht.

Die Amtszeit von EZB-Präsident Mario Draghi endet

Im Herbst 2019 endet die Amtszeit von EZB-Präsident Mario Draghi. Experten rechnen erst danach mit einer ersten Erhebung des Leitzinses. Zunächst wird jedoch spekuliert, dass der Strafzins für Banken, die Ihr Geld an der EZB anlegen verringert wird. Aktuell zahlen Banken einen Zinssatz von 0,4 Prozent, wenn sie ihr Geld anlegen und nicht in Form von Krediten herausgeben.

Zinsen werden nur langsam steigen

Experten vermuten, dass der Zinssatz auch nach Draghis Amtszeit nur langsam und moderat ansteigen wird. Für den Immobilienmarkt sind deshalb zumindest für 2019 keine starken Auswirkungen vorhersehbar. Wer 2019 verkauft, kann also weiterhin mit einer Vielzahl von zahlungsfähigen Interessenten rechnen.

Sie haben vor Ihr Haus 2019 zu verkaufen, um noch vom Zinstief zu profitieren? Kontaktieren Sie uns jetzt. Wir beraten Sie gerne.

Foto: © max_baccanelloo/istock.com

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