Für viele Eigentümer kommt das böse Erwachen mit dem Ende der Zinsbindung: Die bisherige Finanzierung läuft aus, doch das Angebot für das Anschlussdarlehen fällt deutlich teurer aus als erwartet. Höhere Zinsen können dazu führen, dass die monatliche Belastung spürbar steigt und die gewohnte Haushaltsplanung nicht mehr aufgeht. Wer die neue Kreditrate langfristig nicht tragen kann, sollte deshalb frühzeitig handeln. Neben einer neuen Finanzierung können auch eine Anpassung der Tilgung oder ein geplanter Immobilienverkauf sinnvolle Wege sein, um eine finanzielle Zwangslage zu vermeiden.
Ende der Zinsbindung: Wenn die monatlichen Raten klettern
Viele Hauskäufer in Schwerin und Umgebung haben ihre Darlehen vor Jahren unter sehr attraktiven Bedingungen abgeschlossen. Läuft die Zinsbindung von zehn oder mehr Jahren im Jahr 2026 aus, muss die verbleibende Restschuld zu den dann geltenden Konditionen refinanziert werden. Schon ein etwas höherer Zinssatz kann bei einer größeren Restschuld die monatliche Belastung um mehrere hundert Euro erhöhen. „Es ist wichtig, sich frühzeitig auf diese Situation vorzubereiten“, erklärt Thomas Franck von Thomas Franck Immobilien in Schwerin.
Die Situation wird besonders herausfordernd, wenn gleichzeitig andere Lebenshaltungskosten gestiegen sind oder das Einkommen gesunken ist. „Wer die neue Rate nur noch aus Ersparnissen begleichen kann, verschiebt das Problem meist nur“, warnt Franck. Daher ist es entscheidend, die Kosten im Voraus realistisch zu kalkulieren und nicht erst bei Zahlungsschwierigkeiten zu handeln.
Überdenken der Finanzierung oder rechtzeitiger Immobilienverkauf
Das erste Angebot der bisherigen Bank muss nicht die beste Lösung sein. „Ein Vergleich verschiedener Anschlussfinanzierungen kann sich lohnen“, rät Franck. Je nach individueller Situation kann auch geprüft werden, ob eine Anpassung der Tilgung oder der Einsatz von Eigenkapital die monatlichen Raten senken kann.
Wenn diese Optionen nicht ausreichen, sollte auch ein Verkauf der Immobilie in Betracht gezogen werden. „Ein rechtzeitig geplanter Verkauf bietet mehr Flexibilität als eine Entscheidung unter finanziellem Druck“, betont Franck. Eigentümer können den Verkaufspreis realistisch festlegen und die Vermarktung professionell vorbereiten.
Engpässe vermeiden, bevor der Druck steigt
Wer dauerhaft zu hohe Kreditraten ignoriert, riskiert Mahnungen und im schlimmsten Fall eine Zwangsversteigerung. „Es ist sinnvoll, verschiedene Optionen zu prüfen, sobald sich eine Belastung abzeichnet“, empfiehlt Franck.
Ein geordneter Verkauf kann helfen, die Restschuld zu begleichen und einen finanziellen Neustart zu ermöglichen. Ob dies notwendig ist, hängt von der Finanzierung, dem Immobilienwert und der persönlichen Situation ab. „Eine frühzeitige Einschätzung schafft Klarheit und verhindert, dass Eigentümer unter Zeit- und Verkaufsdruck geraten“, sagt Franck.
Steigende Kreditraten belasten Ihre Finanzen? Sprechen Sie frühzeitig mit uns. Gemeinsam können wir prüfen, ob ein geplanter Immobilienverkauf Ihnen finanziellen Spielraum verschaffen kann.
Hinweise
In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.
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